Das 4 Sterne Wellnesshotel Alpiana in Lana, Südtirol.

Propst Wieser Weg 30 . 39011 Völlan/Lana bei Meran in Südtirol
F +39 0473 568143 . info@alpiana.com
www.alpiana.com . MwSt-Nr.

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Wo die Welt geboren wird | Teil 3: Eine neue Welt

So sagenhaft wie noch nie: Alpiana einmal anders - Teil 3

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Sarah Meraner, 20.05.2020
Jahrelang so alleine und zurückgezogen zu leben, das konnte sich Johannes nur schwer vorstellen. Alpiana deutete auf die Wälder ober ihnen. „Im Grunde habe ich das Dorf gar nicht verlassen. Ich bin nur ein Stückchen näher Richtung Natur gegangen. Ich stamme von einem alten Bauernbadl und bin also sehr bäuerlich und naturbezogen aufgewachsen. Einige Jahre lang habe ich in Bozen gewohnt und gearbeitet, dort fühlte ich mich jedoch wie eine Fremde. Eines Tages bin ich nach Hause gekommen und zum Wandern aufgebrochen. Dann habe ich diesen Hügel im Wald gefunden, der nun mein Zuhause ist. Die Bäume wirkten wie schützende Hände, die sich über mich gelegt hatten, beinah’ so, als hätten sie mich erwartet.“ Johannes sagte nichts. „Du hältst mich für verrückt, was? Da bist du nicht der Einzige“, schmunzelte Alpiana. Doch seltsamerweise hielt Johannes die Einsiedlerin ganz und gar nicht für verrückt.
Der junge Mann war der erste, der Alpianas Hütte betreten durfte. „Du malst”, stellte er mit Erstaunen fest, als er die vielen Kohlezeichnungen sah. „Ich fotografiere, wie du“, lächelte die Alte und begann etwas Gemüse klein zu schneiden. „Du brauchst bunte Farben, damit du die Landschaften festhalten kannst“, meinte er und stellte verwundert fest, dass es wohl Gemüse zum Frühstück gab. Nachdem sie Blumenkohl, Karotten, einige getrocknete Johannisbeeren und bitter-würzig schmeckende Blätter vertilgt hatten, machten sie sich erneut auf den Weg. Alpiana wollte noch die Eier ihrer Hühner einsammeln, sagte sie. Inzwischen war es acht Uhr morgens und Völlan schon mittendrin in seinem Alltag. Man hörte von Weitem ein paar Kinder lachen und Autos die Straßen entlang fahren, irgendwo im Wald war ein Waldarbeiter mit einer Motorsäge am Werk und auch hier, zwischen den Bäumen, schien alles lebendig zu werden. Plötzlich lichteten sich die schlanken Stämme und ein herrlich leuchtender Hang tauchte vor ihnen auf. „Das ist mein Acker – und das Zuhause meines Federviehs.“ Der Acker war von beachtlicher Größe. Zartgrüne Setzlinge und Salatköpfchen in verschiedenen Farben gediehen hier zusammen mit allerlei Kräutern zwischen bunten Tulpen, Veilchen und Narzissen – wie eine große Familie – und thronten über dem weiten Tal. Johannes verschlug es die Sprache und er fühlte sich wie in ein Wunderland versetzt: von der verzauberten, tiefen Nacht zum leuchtend bunten Paradies!
„Wie kann das sein, dass heute alles so … so viel magischer wirkt, als normalerweise? Macht das dieser spezielle Morgen? Ist es dieser Ort? Bist du das, Alpiana?“ Die Einsiedlerin antwortete: „Das bist du. Es ist das Bewusstsein, mit dem du heute durch die Gegend streifst. Es ist, weil du dich von nichts und niemandem ablenken lässt, sondern dich nur auf das Hier und Jetzt einlässt. Ist das nicht schön? Deine Welt wird nicht nur im Morgen neu geboren, sondern immer auch da, wo du gerade mit all deinen Sinnen bist.“

Ja, und vielleicht war auch das der wirkliche Grund, warum Alpiana bis zu ihrem Tode in den Wäldern oberhalb Völlans lebte. Von diesem Tag an führte Johannes’ Pfad mindestens einmal im Jahr zu Alpianas Hütte und jedes Mal brachte er ihr frische Wasserfarben und Pinsel mit – denn wie sollte sie die Welt festhalten, wenn sie keine Farben dafür benutzte?
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